BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 3. Mose -- 164 (Wer irgendwelches Blut ißt, wird ausgerottet werden)
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DAS DRITTE BUCH MOSE (Leviticus)
C. GOTTES GESETZ -- TEIL 6: HEILIGUNG (3. Mose 17-27)

2. Wer irgendwelches Blut ißt, wird ausgerottet werden (3. Mose 17,10-16)


3. Mose 17,10-16

10 Und welcher Mensch, er sei vom Haus Israel oder ein Fremdling unter euch, irgend Blut ißt, wider den will ich mein Antlitz setzen und will ihn mitten aus seinem Volk ausrotten. 11 Denn des Leibes Leben ist im Blut, und ich habe es euch auf den Altar gegeben, daß eure Seelen damit versöhnt werden. Denn das Blut ist die Versöhnung, weil das Leben in ihm ist. 12 Darum habe ich gesagt den Kindern Israel: Keine Seele unter euch soll Blut essen, auch kein Fremdling, der unter euch wohnt. 13 Und welcher Mensch, er sei vom Haus Israel oder ein Fremdling unter euch, ein Tier oder einen Vogel fängt auf der Jagd, das man ißt, der soll desselben Blut hingießen und mit Erde zuscharren. 14 Denn des Leibes Leben ist in seinem Blut, solange es lebt; und ich habe den Kindern Israel gesagt: Ihr sollt keines Leibes Blut essen; denn des Leibes Leben ist in seinem Blut; wer es ißt, der soll ausgerottet werden. 15 Und welche Seele ein Aas oder was vom Wild zerrissen ist, ißt, er sei ein Einheimischer oder Fremdling, der soll sein Kleid waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend, so wird er rein. 16 Wo er seine Kleider nicht waschen noch sich baden wird, so soll er seiner Missetat schuldig sein.

Das Essen von Blut wird hier, wie schon mehrfach im Gesetz, den Israeliten und den unter ihnen eingebürgerten Fremdlingen strengstens untersagt und mit der Strafe der Ausrottung (d. i. des Todes) von Gott belegt. (Vergl. Kapitel 3,17; 7,26.)

3. Mose 3,17 -- 17 Das sei eine ewige Sitte bei euren Nachkommen in allen Wohnungen, daß ihr kein Fett noch Blut esset. / 3. Mose 7,26 -- 26 Ihr sollt auch kein Blut essen, weder vom Vieh noch von Vögeln, überall, wo ihr wohnt.

Der Grund dieses Verbotes ist, daß im Blut das Leben liegt, auf welches Gott allein Anspruch hat – vor allem aber, daß Er den Kindern Israel das Blut der Opfer als das sündentilgende, versöhnende Mittel zur Rettung ihrer Seelen gegeben hatte; als solches war es für den Altar bestimmt, und sollte daher nicht als Speise dienen.* – Wie herrlich und klar werden wir hier wieder hingewiesen auf Christum und Sein Erlösungswerk für schuldige, verlorene Sünder! Er, der Gerechte, hat für uns, die Ungerechten, Sein kostbares Leben geopfert, Sein Heiliges Blut vergossen, damit unsere Sünde gesühnt, unsere Seele erlöst und mit dem heiligen Gott versühnt werden könnte. Gott Selbst weist uns das am Kreuz vergossene Blut Seines eingeborenen Sohnes an und gibt es uns als das einzige, aber auch vollkommen ausreichende Rettungsmittel für unsere Seele, als die völlige Tilgung unserer Schuld, als die ewig gültige Versöhnung mit Ihm Selbst! Hast, du, lieber Leser, dich schon persönlich als schuldig und verloren erkannt vor dem heiligen Gott? Und bist du schon in Buße und Glauben zu dem teuren Blut Jesu, des Sohnes Gottes, gekommen? Gehörst du zu denen, die „ihre Kleider gewaschen und helle gemacht haben in dem Blute des Lammes“? (Offenbarung 7,14)

* Außer der Enthaltung von den Verunreinigungen des Götzendienstes und der Hurerei wird im Neuen Testament den Christen aus dem jüdischen Gesetz nichts auferlegt, als daß sie das Essen von Blut und von Ersticktem (eben wegen des darin enthaltenen Blutes) unterlassen sollen. Ernste Christen werden also z.B. Blutwurst und Ähnliches nicht essen. (Lies Apostelgeschichte 15,19-20, 28-29)
Offenbarung 7,14 -- 14 Und ich sprach zu ihm: HERR, du weißt es. Und er sprach zu mir: Diese sind's, die gekommen sind aus großer Trübsal und haben ihre Kleider gewaschen und haben ihre Kleider hell gemacht im Blut des Lammes.

Vers 13-16: Auch das Blut solcher Tiere, die nicht auf den Altar kamen, sondern nur zur Speise dienten, durfte bei Todesstrafe nicht gegessen werden, sondern man sollte es ausfließen lassen und mit Erde bedecken. – Ein verendetes oder vonaubtieren zerrissenes Tier sollte gleichfalls nicht gegessen werden – eben deshalb, weil aus solchen Tieren das Blut nicht gründlich entfernt werden konnte. Wohl wurde die Übertretung dieses Gebotes nicht so streng geahndet, wie in den übrigen Fällen; aber Reinigung von dieser Übertretung war unbedingt geboten, sonst sollte der Schuldige „sein Ungerechtigkeit tragen“, d.h. sterben. Wie genau nimmt es Gott bei Seinem Volke auch heute mit jeder Nichtbeachtung Seiner Gebote! Keine Verfehlung kann uns vergeben werden, wenn wir nicht Reinigung nachsuchen.

(Mittwoch, 7. März 1917)

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