BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

(www.wol-blz.net)

Suchen nach:
Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 381 (EXKURS: Die später erneute Herstellung und göttliche Beschreibung zweier Gesetzestafeln)
Diese BLZ Andacht: -- Im Original -- ERWEITERT

Vorige Andacht -- Nächste Andacht

DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

22. EXKURS: Die später erneute Herstellung und göttliche Beschreibung zweier Gesetzestafeln (5. Mose 10,1-5)


5. Mose 10,1-5

1 Zu derselben Zeit sprach der HERR zu mir: Haue dir zwei steinerne Tafeln wie die ersten und komm zu mir auf den Berg und mache dir eine hölzerne Lade, 2 so will ich auf die Tafeln schreiben die Worte, die auf den ersten waren, die du zerbrochen hast; und du sollst sie in die Lade legen. 3 Also machte ich die Lade von Akazienholz und hieb zwei steinerne Tafeln, wie die ersten waren, und ging auf den Berg und hatte die zwei Tafeln in meinen Händen. 4 Da schrieb er auf die Tafeln, wie die erste Schrift war, die zehn Worte, die der HERR zu euch redete aus dem Feuer auf dem Berge zur Zeit der Versammlung; und der HERR gab sie mir. 5 Und ich wandte mich und ging vom Berge und legte die Tafeln in die Lade, die ich gemacht hatte, daß sie daselbst wären, wie mir der HERR geboten hatte.

2. Korinther 3,1-8

1 Heben wir denn abermals an, uns selbst zu preisen? Oder bedürfen wir, wie etliche, der Lobebriefe an euch oder Lobebriefe von euch? 2 Ihr seid unser Brief, in unser Herz geschrieben, der erkannt und gelesen wird von allen Menschen; 3 die ihr offenbar geworden seid, daß ihr ein Brief Christi seid, durch unsern Dienst zubereitet, und geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht in steinerne Tafeln, sondern in fleischerne Tafeln des Herzens. 4 Ein solch Vertrauen aber haben wir durch Christum zu Gott. 5 Nicht, daß wir tüchtig sind von uns selber, etwas zu denken als von uns selber; sondern daß wir tüchtig sind, ist von Gott, 6 welcher auch uns tüchtig gemacht hat, das Amt zu führen des Neuen Testaments, nicht des Buchstaben, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig. 7 So aber das Amt, das durch die Buchstaben tötet und in die Steine gebildet war, Klarheit hatte, also daß die Kinder Israel nicht konnten ansehen das Angesicht Mose's um der Klarheit willen seines Angesichtes, die doch aufhört, 8 wie sollte nicht viel mehr das Amt, das den Geist gibt, Klarheit haben!

In Verbindung mit den zweiten Gesetzestafeln, auf welche Gott Selbst mit Seinem heiligen Finger schrieb, denken wir auch an die Worte des Apostels Paulus an die Korinther: „Ihr seid offenbar geworden als ein Brief Christi an die Menschen, den wir als Seine Diener ausgefertigt haben - ein Brief, nicht mit Tinte geschrieben, sondern durch den Geist des lebendigen Gottes - nicht auf steinerne Tafeln geschrieben, sondern auf die Tafeln eurer empfänglichen Herzen!“ - Wir kommen noch einmal auf den modernen Stenophon-Apparat zurück, in den man hineinsprechen und von dem man hernach das Hineingesprochene ganz klar und deutlich wiedergegeben hören kann. Die Wachswalze - wenn das in sie Eingegrabene seine Bedeutung verloren hat - kann man abschleifen, damit sie für etwas ganz anderes, Neues gebraucht werden könne; etwas ganz Neues, anderes wird nun auf sie geschrieben! - Welch große Gnade ist es, daß bei einem untreuen, abgewichenen und befleckten Kind Gottes noch einmal ein ganz neues Gnadenwerk geschehen kann - daß Gott noch einmal einen ganz neuen Anfang schenkt, die Möglichkeit, diesmal Gott besser zu verherrlichen, Ihm dankbarer und reichlicher Frucht zu bringen als das erstemal! - Gott sagt voraus, daß ihm das in der nicht fernen Zukunft - in der auf große Drangsal und tiefe Buße folgenden Segenszeit des Tausendjährigen Reiches gelingen wird mit Seinem erwählten Bundesvolke. Und wenn es Gott Bei Israel das zweitemal gelingen wird, sollte es Ihm nicht auch bei dir gelingen? Willst du Ihm nicht klare, reine und empfängliche Herzenstafeln diesmal entgegenbringen und dein verkehrtes, natürliches Wesen und Denken für immer begraben sein lassen in dem Tode Christi, damit dein Charakter und dein tägliches Leben von nun an einheitlich, nur noch vom Geiste Gottes - von oben her - beeinflußt und beschrieben werde? - Der Herr sagt: „Ich will Mein Gesetz in ihr Inneres legen und werde es auf ihr Herz schreiben; Ich will ihr Gott, und sie werden Mein Volk sein!“ „Meinen Geist will Ich in euer Inneres geben und will es fertig bringen, daß ihr in Meinen Satzungen wandelt und Meine Rechte bewahrt und tut!“ [Lies Hes. 36,24-29a.31.34.35.]

Hesekiel 36,24-29.31.34.35 -- 24 Denn ich will euch aus den Heiden holen und euch aus allen Landen versammeln und wieder in euer Land führen. 25 Und will reines Wasser über euch sprengen, daß ihr rein werdet; von all eurer Unreinigkeit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen. 26 Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleische wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben; 27 ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und darnach tun. 28 Und ihr sollt wohnen im Lande, das ich euren Vätern gegeben habe, und sollt mein Volk sein, und ich will euer Gott sein. 29 Ich will euch von aller Unreinigkeit losmachen und will dem Korn rufen und will es mehren und will euch keine Teuerung kommen lassen. ... 31 Alsdann werdet ihr an euer böses Wesen gedenken und an euer Tun, das nicht gut war, und wird euch eure Sünde und Abgötterei gereuen. ... 34 Das verwüstete Land soll wieder gepflügt werden, dafür es verheert war; daß es sehen sollen alle, die dadurchgehen, 35 und sagen: Dies Land war verheert, und jetzt ist's wie der Garten Eden; und diese Städte waren zerstört, öde und zerrissen, und stehen nun fest gebaut.

Nachdem Gott einst an David solch ein tiefgreifendes Reinigungs- und Erneuerungswerk getan hatte, konnte er sagen: „Deinen Willen - Dein Wohlgefallen zu tun, mein Gott, ist meine Lust; Dein Gesetz ist mir tief ins Herz geschrieben!“ - Ganz allgemein sagt er in Ps. 37,30.31: „Der Mund des Gerechten spricht Weisheit aus, und seine Zunge redet das Recht. Das Gesetz seines Gottes ist in seinem Herzen; seine Schritte werden nicht Wanken!“ [Vgl. Ps. 119,11; Jes. 51,7.8; Röm. 7,22; Kol. 3,16.]

Psalm 119,11 -- Ich behalte dein Wort in meinem Herzen, auf daß ich nicht wieder dich sündige. / Jesaja 51,7.8 -- 7 Höret mir zu, die ihr die Gerechtigkeit kennt, du Volk, in dessen Herzen mein Gesetz ist! Fürchtet euch nicht, wenn euch die Leute schmähen; und wenn sie euch lästern, verzaget nicht! 8 Denn die Motten werden sie fressen wie ein Kleid, und Würmer werden sie fressen wie wollenes Tuch; aber meine Gerechtigkeit bleibt ewiglich und mein Heil für und für. / Römer 7,22 -- Denn ich habe Lust an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen. / Kolosser 3,16 -- Lasset das Wort Christi unter euch reichlich wohnen in aller Weisheit; lehret und vermahnet euch selbst mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen lieblichen Liedern und singt dem HERRN in eurem Herzen.

Wieviel ist im 119. Psalm vom Herzen die Rede - in Verbindung mit den Wirkungen des Wortes Gottes: „In meinem Herzen habe ich Dein Wort verwahrt, damit ich mich nicht gegen Dich versündige! - An Deinen Satzungen habe ich meine Wonne; Deines Wortes, o Herr, will ich nicht vergessen!

Deiner Liebe Herrlichkeit
Soll sich mir ins Herze prägen;
Du willst Deine Worte legen
In mein Herz - ich bin bereit!

Deiner Stimme will ich lauschen -
Deine Ströme hör' ich rauschen (Offenb. 14,2) -
Heb' empor mich jetzt ins Licht der Ewigkeit!
Offenbarung 14,2 -- 2 Und ich hörte eine Stimme vom Himmel wie eines großen Wassers und wie eine Stimme eines großen Donners; und die Stimme, die ich hörte, war wie von Harfenspielern, die auf ihren Harfen spielen.

(Sonntag, 24. März 1935)

www.WoL-BLZ.net

Zuletzt geändert am 30.04.2018 14:04 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)