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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 226 (Angaben zum Bau einer mit Gold überzogenen Bundeslade und des Gnadenthrons darüber)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

2. Angaben zum Bau einer mit Gold überzogenen Bundeslade und des Gnadenthrons darüber (2. Mose 25,10-22)


2. MOSE 25,16-22

16 Und sollst in die Lade das Zeugnis legen, das ich dir geben werde. 17 Du sollst auch einen Gnadenstuhl machen von feinem Golde; dritthalb Ellen soll seine Länge sein und anderthalb Ellen seine Breite. 18 Und du sollst zwei Cherubim machen von getriebenem Golde zu beiden Enden des Gnadenstuhls, 19 daß ein Cherub sei an diesem Ende, der andere an dem andern Ende, und also zwei Cherubim seien an des Gnadenstuhls Enden. 20 Und die Cherubim sollen ihr Flügel ausbreiten von oben her, daß sie mit ihren Flügeln den Gnadenstuhl bedecken und eines jeglichen Antlitz gegen das des andern stehe; und ihre Antlitze sollen auf den Gnadenstuhl sehen. 21 Und sollst den Gnadenstuhl oben auf die Lade tun und in die Lade das Zeugnis legen, das ich dir geben werde. 22 Von dem Ort will ich mich dir bezeugen und mit dir reden, nämlich von dem Gnadenstuhl zwischen den zwei Cherubim, der auf der Lade des Zeugnisses ist, alles, was ich dir gebieten will an die Kinder Israel.

Die Bundeslade stand, wie wir sahen, im Allerheiligsten der Stiftshütte. Einmal im Jahr, am „Großen Versöhnungstag“, betrat der Hohepriester Israels diese Stätte und sprengte das Versöhnungsblut auf die goldene Deckelplatte der Lade. Deshalb trug diese den Namen „Versöhnungsdeckel“ oder „Gnadenthron“. Auf solche Weise wurde Israels Schuld vor Gott zugedeckt und Israels Bundesverhältnis mit Gott gesichert. - Wir haben auf immerdar die Versöhnung und Erlösung durch unseren Herrn Jesus: „Ihn hat nämlich Gott nun allen Menschen vor Augen gestellt als Gnadenthron, zu welchem man kommen darf im Vertrauen auf Sein am Kreuz vergossenes Blut!“ Ja, „mit Seinem eigenen Blut, dem Zeichen der vollbrachten Erlösung, ist Er ein für allemal eingegangen in den Himmel selbst, um hier beständig für uns vor dem Angesicht Gottes zu erscheinen“. - Gott wird nun vor aller Welt geschaut als der Gott der Herrlichkeit, wenn Er denjenigen für gerecht erklärt, welcher sein Vertrauen auf den Herrn Jesus, den großen Erlöser und Stellvertreter der Sünder setzt. (Lies [Joh. 3,16;] Röm. 3,20-26; [5,1.2].)

Johannes 3,16 -- Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. / Römer 3,20-26 -- 20 darum daß kein Fleisch durch des Gesetzes Werke vor ihm gerecht sein kann; denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde. 21 Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, offenbart und bezeugt durch das Gesetz und die Propheten. 22 Ich sage aber von solcher Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesum Christum zu allen und auf alle, die da glauben. 23 Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten, 24 und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, so durch Jesum Christum geschehen ist, 25 welchen Gott hat vorgestellt zu einem Gnadenstuhl durch den Glauben in seinem Blut, damit er die Gerechtigkeit, die vor ihm gilt, darbiete in dem, daß er Sünde vergibt, welche bisher geblieben war unter göttlicher Geduld; 26 auf daß er zu diesen Zeiten darböte die Gerechtigkeit, die vor ihm gilt; auf daß er allein gerecht sei und gerecht mache den, der da ist des Glaubens an Jesum. / Römer 5,1.2 -- 1 Nun wir denn sind gerecht geworden durch den Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unsern HERRN Jesus Christus, 2 durch welchen wir auch den Zugang haben im Glauben zu dieser Gnade, darin wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben soll.

So stellt uns also diese wundervolle massiv-goldene Deckplatte der Bundeslade im geistlichen Sinn die unumschränkte Gnade Gottes vor Augen, die uns schuldigen Sündern auf Grund des vollbrachten Erlösungswerkes Christi so heilig und barmherzig entgegenkommt - uns annimmt, uns wäscht von unseren dunklen Sündenflecken, uns in Christo zu neuen Menschen macht und uns jetzt schon der ewigen Herrlichkeit und Seligkeit teilhaftig macht. - Wir sind nun nicht mehr Sünder, sondern Anbeter und Priester Gottes und dürfen Ihm allezeit mit Freimütigkeit nahen in Seinem Heiligtum. (Lies Joh. 4,23.24; Phil. 3,3; 1. Petr. 2,1-5.)

Johannes 4,23.24 -- 23 Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, daß die wahrhaftigen Anbeter werden den Vater anbeten im Geist und in der Wahrheit; denn der Vater will haben, die ihn also anbeten. 24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. / Philipper 3,3 -- Denn wir sind die Beschneidung, die wir Gott im Geiste dienen und rühmen uns von Christo Jesu und verlassen uns nicht auf Fleisch. / 1. Petrus 2,1-5 -- 1 So leget nun ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alles Afterreden, 2 und seid begierig nach der vernünftigen, lautern Milch als die jetzt geborenen Kindlein, auf daß ihr durch dieselbe zunehmet, 3 so ihr anders geschmeckt habt, daß der HERR freundlich ist, 4 zu welchem ihr gekommen seid als zu dem lebendigen Stein, der von Menschen verworfen ist, aber bei Gott ist er auserwählt und köstlich. 5 Und auch ihr, als die lebendigen Steine, bauet euch zum geistlichem Hause und zum heiligen Priestertum, zu opfern geistliche Opfer, die Gott angenehm sind durch Jesum Christum.

Die in einem Stück mit dem goldenen Deckel gearbeiteten Engelgestalten, die Cherubim, sind die Darsteller und Vertreter der richterlichen Macht und Herrlichkeit Gottes. Wir finden sie als „lebendige Wesen“, als herrliche und zugleich erschreckende Vertreter der richterlichen Macht Gottes, schon in 1. Mos. 3,24, wie sie „die Flamme des kreisenden Schwertes“ schwingen, um den gefallenen Menschen fernzuhalten von der verzehrenden Heiligkeit der Gegenwart Gottes - des Gottes, der die Sünde haßt und richtet!

1. Mose 3,24 -- und trieb Adam aus und lagerte vor den Garten Eden die Cherubim mit dem bloßen, hauenden Schwert, zu bewahren den Weg zu dem Baum des Lebens.

Doch hier hören wir nichts von dieser „Flamme des kreisenden Schwertes“! – Wir sehen vielmehr das Blut der vollbrachten Erlösung und Versöhnung, gesprengt auf den goldenen Deckel der Bundeslade. Das göttliche Strafgericht hat bereits sein Werk getan an Ihm, unserem Stellvertreter und Bürgen: „Ihn hat Gott treffen lassen unser aller Ungerechtigkeit! Die Strafe lag auf Ihm, damit wir Frieden hätten, und durch Seine Wunden sind wir geheilt!“ - Ja, wir dürfen jubeln: „Göttliche Gerechtigkeit hat mein Gericht beendet und mein ewiges Heil besiegelt!Das bezeugt das auf den Versöhnungsdeckel gesprengte Blut, auf welches die mächtigen Gerichtsengel bewundernd und völlig befriedigt herabblicken: „Die Angesichter der Cherubim sollen auf den Versöhnungsdeckel gerichtet sein!

(Montag, 22. Oktober 1934)

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