BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 083 (Wie der HERR den Pharao dazu brachte, das Volk Israel in der Wüste zu verfolgen: Lagerung Israels am Meer)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
B. GERICHT über Ägypten und RETTUNG Israels (2. Mose 7-14)

21. Wie der HERR den Pharao dazu brachte, das Volk Israel in der Wüste zu verfolgen: Lagerung Israels am Meer (2. Mose 14,1-20)


2. MOSE 14,13.14

13 Mose sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht, stehet fest und sehet zu, was für ein Heil der HERR heute an euch tun wird. Denn diese Ägypter, die ihr heute sehet, werdet ihr nimmermehr sehen ewiglich. 14 Der HERR wird für euch streiten, und ihr werdet still sein.

„Und Mose spracht zu dem Volke: „Fürchtet euch nicht, Stehet und sehet die Rettung des Herrn, die Er euch heute schaffen wird; denn die Ägypter, die ihr heute sehet, die werdet ihr hinfort nicht mehr sehen ewiglich. Der Herr wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein!“ – Wie vorbildlich ist Moses hier in seinem unbedingten Vertrauen zu seinem großen Gott. Er weiß, Gottes Worte sind gleich Taten, und „was Er zusagt, das hält Er gewiß“! – Lerne hier, o Kind Gottes, was es heißt, inmitten aller Bedrängnisse mit Gott rechnen. Nicht Pharao und Ägyptens Heer standen bei Moses im Vordergrund. Wäre dies der Fall gewesen, so hätte namenlose Furcht ihn verzehrt. Nein, Mose beschäftigte sich mit Gott, dem Allmächtigen und Herrlichen, der Sein erlöstes Volk so sehr liebte. Deshalb hatte er Kraft: „ An dem Tage, da ich rief, antwortetest Du mir, o Herr, Du hast mich ermutigt, in meiner Seele war Kraft!“ – Wenn die Getreuen des Herrn nur stets bedächten: 1. Es kommt nichts über uns, das der Herr nicht zuvor bedacht und beschlossen hat; und Er ist voll heiliger Liebe für uns. 2. Wenn unser Gott uns Bedrängnisse schickt, so will Er Sich herrlich erzeigen – Seine Größe und Macht offenbaren! (vgl. 2. Mos. 9,13-16.)

2. Mose 9,13-16 -- 13 Da sprach der HERR zu Mose: Mache dich morgen früh auf und tritt vor Pharao und sprich zu ihm: So sagt der HERR, der Hebräer Gott: Laß mein Volk, daß mir's diene; 14 ich will sonst diesmal alle meine Plagen über dich selbst senden, über deine Knechte und über dein Volk, daß du innewerden sollst, daß meinesgleichen nicht ist in allen Landen. 15 Denn ich hätte schon jetzt meine Hand ausgereckt und dich und dein Volk mit Pestilenz geschlagen, daß du von der Erde vertilgt würdest. 16 Aber darum habe ich dich erhalten, daß meine Kraft an dir erscheine und mein Name verkündigt werde in allen Landen.

Wer ist Dir gleich unter den Göttern, Herr! Wer ist Dir gleich - herrlich in Heiligkeit, furchtbar an Ruhm, Wunder tuend!“ [Lies 5. Mos. 3,23.24; 33,26; Ps. 86,7-12.]

5. Mose 3,23.24 -- 23 Und ich bat den HERRN zu derselben Zeit und sprach: 24 Herr, HERR, du hast angehoben, zu erzeigen deinem Knecht deine Herrlichkeit und deine starke Hand. Denn wo ist ein Gott im Himmel und auf Erden, der es deinen Werken und deiner Macht könnte nachtun? / 5. Mose 33,26 -- Es ist kein Gott wie der Gott Jesuruns.Der im Himmel sitzt, der sei deine Hilfe, und des Herrlichkeit in Wolken ist. / Psalm 86,7-12 -- 7 In der Not rufe ich dich an; du wollest mich erhören. 8 HERR, dir ist keiner gleich unter den Göttern, und ist niemand, der tun kann wie du. 9 Alle Heiden die du gemacht hast, werden kommen und vor dir anbeten, HERR, und deinen Namen ehren, 10 daß du so groß bist und Wunder tust und allein Gott bist. 11 Weise mir, HERR, deinen Weg, daß ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen, daß ich deinen Namen fürchte. 12 Ich danke dir, HERR, mein Gott, von ganzem Herzen und ehre deinen Namen ewiglich.

Handelt nicht auch heute der Teufel so wie damals der Pharao – sowohl dem ganzen erlösten Wolke Gottes gegenüber als auch an dem einzelnen Gläubigen, der durch eine klare Bekehrung seiner Macht entronnen ist? Mit Gewalt will Satan die ihm soeben Entronnenen unter seine finstere Gewalt zurückbringen. Wie wichtig für das Kind Gottes, sich in solcher Lage ganz fest an seinen himmlischen Herrn zu klammern, zu Ihm zu rufen und auf Ihn zu vertrauen im Bewußtsein der eigenen Ohnmacht! Wie leicht mischt sich bei uns wie bei den Kindern Israel, in solch gefährlichen Augenblicken unsere Natur ein, welche bereut, überhaupt das Ägypten dieser Welt und des Eigenlebens verlassen zu haben – welche lieber im Dienst des öden Alltags bleiben will, als die Kämpfe und Beschwerden eines Lebens für Gott auf sich zu nehmen, wie sie der Weg durch die Wüste den Pilgern Gottes bringt! Mose rief dem aufgeregten, furchtsamen Volke zu: „Fürchtet euch nicht!“ So spricht unser großer Herr heute bedrängten Herzen, die zu Ihm schreien, Mut zu. „Die Rettung der Gerechten kommt von dem Herrn! Er ist ihre Stärke zur Zeit der Bedrängnis. Er, der Herr, wird ihnen helfen und sie retten, denn die trauen auf Ihn!“ (Lies Ps. 9,1-3.10 [Luth. 2-4.11]; 46,1-7 [Luth. 2-8].)

Psalm 9,2-4.11 -- 2 Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen und erzähle alle deine Wunder. 3 Ich freue mich und bin fröhlich in dir und lobe deinen Namen, du Allerhöchster, 4 daß du meine Feinde hinter sich getrieben hast; sie sind gefallen und umgekommen vor dir. ... 11 Darum hoffen auf dich, die deinen Namen kennen; denn du verlässest nicht, die dich, HERR, suchen. / Psalm 46,2-8 -- 2 Gott ist unsre Zuversicht und Stärke. Eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben. 3 Darum fürchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer sänken, 4 wenngleich das Meer wütete und wallte und von seinem Ungestüm die Berge einfielen. (Sela.) 5 Dennoch soll die Stadt Gottes fein lustig bleiben mit ihren Brünnlein, da die heiligen Wohnungen des Höchsten sind. 6 Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie fest bleiben; Gott hilft ihr früh am Morgen. 7 Die Heiden müssen verzagen und die Königreiche fallen; das Erdreich muß vergehen, wenn er sich hören läßt. 8 Der HERR Zebaoth ist mit uns; der Gott Jakobs ist unser Schutz. (Sela.)

Ja, unser Gott schafft wunderbare Rettung und Befreiung für alle, die sich aufrichtig und entschlossen von der Welt abgekehrt – sich huldigend Ihm unterworfen haben. Wenn wir ihn für uns streiten lassen, so wird der Anschlag des Feindes völlig vereitelt! – Viel zu wenig bedenken es Kinder Gottes, daß Gott darauf bedacht ist, Seine Herrlichkeit zu entfalten vor aller Welt. Der mutlosen Martha am Grabe ihres Bruders ruft der Herr zu: „Habe Ich dir nicht gesagt, wenn du vertrauen würdest, so würdest du die Herrlichkeit Gottes sehen?“ Gott weiß, daß unser Herz, wenn wieder alte Feinde aufwachen und uns nachstellen, schwerer zu stillen ist, als ein vom Sturme aufgepeitschtes Meer. Aber wenn der Herr Jesus Seine Hand ausstreckt, so legen sich die Wellen im Augenblick, und es wird eine große Stille! [Lies Matth. 8,23-27.]

Matthäus 8,23-27 -- 23 Und er trat in das Schiff, und seine Jünger folgten ihm. 24 Und siehe, da erhob sich ein großes Ungestüm im Meer, also daß auch das Schifflein mit Wellen bedeckt ward; und er schlief. 25 Und die Jünger traten zu ihm und weckten ihn auf und sprachen: HERR, hilf uns, wir verderben! 26 Da sagte er zu ihnen: Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam? Und stand auf und bedrohte den Wind und das Meer; da ward es ganz stille. 27 Die Menschen aber verwunderten sich und sprachen: Was ist das für ein Mann, daß ihm Wind und Meer gehorsam ist?

(Samstag, 24. März 1934)

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