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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 017 (Mose zweifelt erneut, aber Gott rüstet ihn mit Beglaubigungswundern aus)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
A. Die NOT Israels in Ägypten (2. Mose 1-6)

11. Mose zweifelt erneut, aber Gott rüstet ihn mit Beglaubigungswundern aus (2. Mose 4,1-9)


2. MOSE 4,1-5

1 Mose antwortete und sprach: Siehe, sie werden mir nicht glauben noch meine Stimme hören, sondern werden sagen: Der HERR ist dir nicht erschienen. 2 Der HERR sprach zu ihm: Was ist's, was du in deiner Hand hast? Er sprach: Ein Stab. 3 Er sprach: Wirf ihn vor dir auf die Erde. Und er warf ihn von sich; da ward er zur Schlange, und Mose floh vor ihr. 4 Aber der HERR sprach zu ihm: Strecke deine Hand aus und erhasche sie bei dem Schwanz. Da streckte er seine Hand aus und hielt sie, und sie ward zum Stab in seiner Hand. 5 Darum werden sie glauben, daß dir erschienen sei der HERR, der Gott ihrer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs.

ESRA 5,13-16

13 Aber im ersten Jahr des Kores, des Königs zu Babel, befahl derselbe König Kores, dies Haus Gottes zu bauen. 14 Denn auch die goldenen und silbernen Gefäße im Hause Gottes, die Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem nahm und brachte sie in den Tempel zu Babel, nahm der König Kores aus dem Tempel zu Babel und gab sie Sesbazar mit Namen, den er zum Landpfleger setzte, 15 und sprach zu ihm: Diese Gefäße nimm, zieh hin und bringe sie in den Tempel zu Jerusalem und laß das Haus Gottes bauen an seiner Stätte. 16 Da kam derselbe Sesbazar und legte den Grund am Hause Gottes zu Jerusalem. Seit der Zeit baut man, und es ist noch nicht vollendet.

HAGGAI 1,1.12-14

1 Im zweiten Jahr des Königs Darius, im sechsten Monat, am ersten Tage des Monats, geschah des HERRN Wort durch den Propheten Haggai zu Serubabel, dem Sohn Sealthiels, dem Fürsten Juda's, und zu Josua, dem Sohn Jozadaks, dem Hohenpriester, und sprach: … 12 Da gehorchte Serubabel, der Sohn Sealthiels, und Josua, der Sohn Jozadaks, der Hohepriester, und alle übrigen des Volkes solcher Stimme des HERRN, ihres Gottes, und den Worten des Propheten Haggai, wie ihn der HERR, ihr Gott, gesandt hatte; und das Volk fürchtete sich vor dem HERRN. 13 Da sprach Haggai, der Engel des HERRN, der die Botschaft des HERRN hatte an das Volk: Ich bin mit euch, spricht der HERR. 14 Und der HERR erweckte den Geist Serubabels, des Sohnes Sealthiels, des Fürsten Juda's, und den Geist Josuas, des Sohnes Jozadaks, des Hohenpriesters, und den Geist des ganzen übrigen Volkes, daß sie kamen und arbeiteten am Hause des HERRN Zebaoth, ihres Gottes,

SACHARJA 4,6-10

6 Und er antwortete und sprach zu mir: Das ist das Wort des HERRN von Serubabel: Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth. 7 Wer bist du, du großer Berg, der doch vor Serubabel eine Ebene sein muß? Und er soll aufführen den ersten Stein, daß man rufen wird: Glück zu! Glück zu! 8 Und es geschah zu mir das Wort des HERRN und sprach: 9 Die Hände Serubabels haben dies Haus gegründet; seine Hände sollen's auch vollenden, daß ihr erfahret, daß mich der HERR zu euch gesandt hat. 10 Denn wer ist, der diese geringen Tage verachte? Es werden mit Freuden sehen das Richtblei in Serubabels Hand jene sieben, welche sind des HERRN Augen, die alle Lande durchziehen.

Der Herr hat Mose all Seine Absichten mit ihm und mit Israel vorgelegt bis zur Einnahme des gelobten Landes. Er hat ihm versprochen: „Ich werde mit dir sein!“ und hat ihm völligen Erfolg und Sieg in Aussicht gestellt. Doch Mose hat keinen Mut. Er setzt Unglauben bei seinen Brüdern voraus: „Sie werden mir nicht glauben und nicht auf meine Stimme hören. Sie werden sagen: Der Herr ist dir nicht erschienen!“ – Wer im Dienst des Herrn steht, setzt häufig Mangel an Glauben, Mangel an Empfänglichkeit bei denen voraus, welchen er dient, und merkt nicht daß es sein eigener Unglaube, seine eigene Unempfänglichkeit für göttliche Kraft und göttliche Einflüsse ist, die ihm diese Voraussetzungen eingeben! – Oft klagen Reichsgottesarbeiter über „harten Herzensboden“ da, wo sie stehen, und es ist das eigene Ungeläutertsein, die eigene Herzenshärtigkeit, welche Schuld daran trägt, daß der Geist Gottes nicht in Macht und Gnade wirken kann durch sie! Herr fülle mich mit Deiner Liebe für alle Menschenseelen! – Wie sehr hat Mose hier seinen Gott betrübt – seines Gottes Langmut auf die Probe gestellt! Doch der Herr verlor den Mut nicht – weder im Blick auf Mose, noch auf das Volk Israel! Seine Liebe und Geduld wollte sich dennoch aus Mose eines der köstlichsten und mächtigsten Werkzeuge bereiten! – Er gibt ihm drei Zeichen, die einerseits zu seiner eigenen Ermutigung dienen sollen und mit denen er sich andererseits als der gottgesandte Retter vor Israel ausweisen sollte. Derselbe Stab, mit welchem Mose die Schafe Jethros geweidet hatte, sollte als Werkzeug dienen, um das Volk Gottes zu befreien – um Ägypten zu züchtigen um Israel einen Weg durch das Meer zu bahnen – um aus dem geschlagenen Felsen Wasser der Erquickung fließen zu lassen! – Dieser Stab ist wohl ein Bild des persönlichen Glaubens Moses – eines Glaubens, welcher sich die herrliche Macht Gottes zunutze macht! (Lies Matth. 21,21.22.)

Matthäus 21,21.22 -- 21 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: So ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht allein solches mit dem Feigenbaum tun, sondern, so ihr werdet sagen zu diesem Berge: Hebe dich auf und wirf dich ins Meer! so wird's geschehen. 22 Und alles, was ihr bittet im Gebet, so ihr glaubet, werdet ihr's empfangen.

Mose mußte diesen Stab auf die Erde werfen. Da wurde er zur Schlange, so daß Mose vor ihr floh. Welch eine Unterweisung! – „Werfet eure Zuversicht nicht weg, welche eine große Belohnung hat!“ – Wirfst du deine Zuversicht weg, Kind Gottes, so wendet sich in demselben Augenblick die Macht Satans gegen dich! Du fliehst in Angst vor denselben Dingen, über welche du zuvor als Sieger im Glauben hinschreiten, ja triumphieren konntest. Doch sowie du, wie Moses hier, im Vertrauen auf denen herrlichen Gott die Schlange mit der Hand des Glaubens fassest, wird sie dir zum Stabe! Angst und Frucht sind vorüber. Gott zertritt den Satan unter deine Füße! – Der Herr Jesus sagt zu seinen Jüngern: „Siehe, Ich gebe euch die Gewalt, auf Schlangen und Skorpionen zu treten und über die ganze Kraft des Feindes, und nichts soll euch irgendwie beschädigen!“ – Moses lernt durch den Glauben die herrliche Macht Gottes kennen und gebrauchen, welche über der Macht Satans steht. – Dies war das erste Zeichen, das Mose vor den Kindern Israel tun sollte, damit sie ihm glauben, daß der Gott ihrer Väter ihm erschienen sei und ihn sende! – „Wenn ihr nur Vertrauen habt wie ein Senfkorn, so könnt ihr zu dem Berg da sprechen: Rücke von hier weg nach dort! so wird er versetzt werden. Ja, nichts wird euch unmöglich sein!“ Welch erhabenes, göttliches Wort für alle Glaubenden! – Ein Berg ist in der Schrift stets das Bild einer befestigten Macht. Alle Mächte der Welt müssen weichen, ja vollständig verschwinden vor der Macht und Herrlickeit Gottes und vor dem Glauben der Auserwählten Gottes: „Berge zerschmelzen wie Wachs vor den Herrn – vor der Herrn der ganzen Erde!“ – Auch wir sollen es glauben und erfahren:

Jesus kann Berge zu Ebenen machen,
Brausende Wogen zu ebener Bahn,
Selbst aus dem Stein kann er Flammen entfachen:
Geh nur und rühre im Glauben Ihn an.

(Donnerstag, 18. Januar 1934)

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