BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 326 (Der HERR sagt Abram die Zukunft seiner Nachkommen voraus und schließt einen Bund mit ihm)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
D. ABRAHAM, seine Verwandtschaft und seine acht Söhne (1. Mose 11,10 - 25,18)

16. Der HERR sagt Abram die Zukunft seiner Nachkommen voraus und schließt einen Bund mit ihm (1. Mose 15,7-21)


1. MOSE 15,12-16

12 Da nun die Sonne am Untergehen war, fiel ein tiefer Schlaf auf Abram; und siehe, Schrecken und große Finsternis überfiel ihn. 13 Da sprach er zu Abram: Das sollst du wissen, daß dein Same wird fremd sein in einem Lande, das nicht sein ist; und da wird man sie zu dienen zwingen und plagen vierhundert Jahre. 14 Aber ich will richten das Volk, dem sie dienen müssen. Darnach sollen sie ausziehen mit großem Gut. 15 Und du sollst fahren zu deinen Vätern mit Frieden und in gutem Alter begraben werden. 16 Sie aber sollen nach vier Mannesaltern wieder hierher kommen; denn die Missetat der Amoriter ist noch nicht voll.

1. MOSE 2,21-25

21 Da ließ Gott der HERR einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er nahm seiner Rippen eine und schloß die Stätte zu mit Fleisch. 22 Und Gott der HERR baute ein Weib aus der Rippe, die er vom Menschen nahm, und brachte sie zu ihm. 23 Da sprach der Mensch: Das ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie Männin heißen, darum daß sie vom Manne genommen ist. 24 Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen, und sie werden sein ein Fleisch. 25 Und sie waren beide nackt, der Mensch und das Weib, und schämten sich nicht.

Aehnlich, wie Gott einst Adam in einen tiefen Schlaf fallen ließ, weil aus seiner Seite die Eva genommen und ihm als liebliche Gattin zur Seite gegeben werden sollte, so wollte Gott hier an Abraham etwas Besonderes tun. Er wollte ihm eine weite Schau und Offenbarung geben über das Ergehen seiner Nachkommen während der nächsten Jahrhunderte. Große Finsternis fällt auf Abrahams Seele, Furcht und Angst! Die Gnadensonne, welche über Israel leuchtete, sollte untergehen und eine finstere Leidenszeit sollte für das Volk kommen: "Das mußt du wissen, daß dein Same fremd sein wird in einem fremden Lande. Dort werden sie dienen, und man wird sie bedrücken 400 Jahre lang!“ Die Erfüllung dieser Weissagung liegt klar zutage. Sie ist zu erblicken in dem 430 Jahre dauernden Aufenthalt der Israeliten in der Sklaverei Aegyptens. Das war allerdings eine sehr leidvolle und schreckliche Zeit für das Volk, eine schwere Leidensnacht. Es schien, als ob Gott Israel ganz verlassen hätte! Warum ließ der Herr das geschehen? Das Sündenmaß der Amoriter, die das Land inne hatten, war noch nicht voll. Gott ist gerecht - auch gegen die Gottlosen! Sie werden. nicht eher vom göttlichen Gericht betroffen, als bis das Maß ihrer Sünden voll ist. Dann aber bricht der göttliche Zorn über ihr Haupt herein! Je länger Er mit Seinem Gericht zögert, desto schlimmer fällt es hernach aus. [Lies Ps. 34,21( Luth. V.22); 37,10.11; Spr. 15,9.]

Psalm 34,22 (Lu 23) -- 23 Der HERR erlöst die Seele seiner Knechte; und alle, die auf ihn trauen, werden keine Schuld haben. / Psalm 37,10.11 -- 10 Es ist noch um ein kleines, so ist der Gottlose nimmer; und wenn du nach seiner Stätte sehen wirst, wird er weg sein. 11 Aber die Elenden werden das Land erben und Lust haben in großem Frieden. / Sprüche 15,9 -- Der Gottlosen Weg ist dem HERRN ein Greuel; wer aber der Gerechtigkeit nachjagt, den liebt er.

Wie heilig ist doch unser Gott! „Wie unergründlich tief ist doch Gottes Weisheit und Erkenntnis! Unerforschlich sind Seine Entscheidungen und unergründlich Seine Wege. Wer hat wohl je des Herrn Sinn verstanden und wer ist Sein Ratgeber gewesen? Ihm gebührt der Lobpreis in alle Ewigkeit Amen.“ (Röm. 11,33-36; [vgl. Jes. 40,27-31.])

Römer 11,33-36 -- 33 O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und Erkenntnis Gottes! Wie gar unbegreiflich sind sein Gerichte und unerforschlich seine Wege! 34 Denn wer hat des HERRN Sinn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen? 35 Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, daß ihm werde wiedervergolten? 36 Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen. / Jesaja 40,27-31 -- 27 Warum sprichst du denn, Jakob, und du, Israel, sagst: Mein Weg ist dem HERRN verborgen, und mein Recht geht vor meinem Gott vorüber? 28 Weißt du nicht? hast du nicht gehört? Der HERR, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt; sein Verstand ist unausforschlich 29 Er gibt den Müden Kraft, und Stärke genug dem Unvermögenden. 30 Die Knaben werden müde und matt, und die Jünglinge fallen; 31 aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit Flügeln wie Adler, daß sie laufen und nicht matt werden, daß sie wandeln und nicht müde werden.

(Montag, 9. Oktober 1950)

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