BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

(www.wol-blz.net)

Suchen nach:
Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 322 (Der HERR verheißt dem kinderlosen Abram, dass ein Sohn sein Erbe sein wird)
Diese BLZ Andacht: -- Im Original -- ERWEITERT

Vorige Andacht -- Nächste Andacht

DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
D. ABRAHAM, seine Verwandtschaft und seine acht Söhne (1. Mose 11,10 - 25,18)

15. Der HERR verheißt dem kinderlosen Abram, dass ein Sohn sein Erbe sein wird (1. Mose 15,1-6)


1. MOSE 15,4-6

4 Und siehe, der HERR sprach zu ihm: Er soll nicht dein Erbe sein; sondern der von deinem Leib kommen wird, der soll dein Erbe sein. 5 Und er hieß ihn hinausgehen und sprach: Siehe gen Himmel und zähle die Sterne; kannst du sie zählen? und sprach zu ihm: Also soll dein Same werden. 6 Abram glaubte dem HERRN, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit.

PSALM 25,15

15 Meine Augen sehen stets zu dem HERRN; denn er wird meinen Fuß aus dem Netze ziehen.

Gott zürnte Seinem Knecht nicht, der Ihm das Herz ausgeschüttet und sein Leid geklagt hatte. Er ließ Sich herab, ihm die Verheißung zu wiederholen: „Dein Sohn soll dein Erbe sein!“ Und Gott- tat noch mehr: Er rief ihn hinaus ins Freie, in die sternenhelle Nacht, und ließ ihn die Heere des Himmels schauen. Diese Himmel mit ihren unzähligen Sternen rühmen ja des ewigen Gottes Ehre, und angesichts ihrer Größe fühlt der Mensch seine große Nichtigkeit. Was Gott in jener Nacht zu Abraham gesprochen, das hat Er auch erfüllt! Rechne doch nicht auf Elieser! sprach der Herr zu Abraham. Zähle lieber die Sterne am Himmel: „Also wird deine Nachkommenschaft sein!“ Wahrlich, da kann man nicht lange zählen, wenn man diese Myriaden von Sternen vor sich sieht! Da wird man still und betet die Größe und Majestät Gottes an. [Lies Psalm 66,1-6; 104,1-3; 145,5; vgl. Jes. 2,10.11.]

Psalm 66,1-6 -- 1 Jauchzet Gott, alle Lande! 2 Lobsinget zu Ehren seinem Namen; rühmet ihn herrlich! 3 Sprechet zu Gott: "Wie wunderbar sind deine Werke! es wird deinen Feinden fehlen vor deiner großen Macht. 4 Alles Land bete dich an und lobsinge dir, lobsinge deinem Namen." 5 Kommet her und sehet an die Werke Gottes, der so wunderbar ist in seinem Tun unter den Menschenkindern. 6 Er verwandelt das Meer ins Trockene, daß man zu Fuß über das Wasser ging; dort freuten wir uns sein. / Psalm 104,1-3-- 1 Lobe den HERRN, meine Seele! HERR, mein Gott, du bist sehr herrlich; du bist schön und prächtig geschmückt. 2 Licht ist dein Kleid, das du anhast; du breitest aus den Himmel wie einen Teppich; 3 Du wölbest es oben mit Wasser; du fährst auf den Wolken wie auf einem Wagen und gehst auf den Fittichen des Windes; / Psalm 145,5 -- Ich will reden von deiner herrlichen, schönen Pracht und von deinen Wundern, / Jesaja 2,10.11 -- 10 Gehe in den Felsen und verbirg dich in der Erde vor der Furcht des HERRN und vor seiner herrlichen Majestät. 11 Denn alle hohen Augen werden erniedrigt werden, und die hohe Männer sind, werden sich bücken müssen; der HERR aber wird allein hoch sein zu der Zeit.

Hier- sollte Abraham durch den Anblick der himmlischen Welt veranlaßt werden, in der Erwartung eines Erben alle natürlichen und menschlichen Berechnungen aufzugeben. Gottes Offenbarung eröffnete Ihm Möglichkeiten, mit denen er nie gerechnet hatte! Es gibt für Gott, den Allmächtigen, noch andere Gesetze des Entstehens und Werdens, als wie wir sie kennen. Er hat einen unermeßlichen Reichtum von Möglichkeiten! Vor kurzem hatte Abraham zu dem König von Sodom gesprochen: „Ich hebe meine Hände auf zu dem Herrn, dem höchsten Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat!“ Damals hatte er die Augen emporgerichtet und die Hände emporgehoben, so daß Gott sie mit Segen füllen konnte. Hier aber ließ er die Augen sinken, schaute: das Irdische an und die Umstände. Das machte ihn traurig und glaubenslos. Wie freundlich war es doch von Gott, daß Er Abrahams Augen von neuem nach oben richtete! (Lies Ps. 123,1.2; 141,8; Joh. 11,41-45.)

Psalm 123,1.2 -- 1 Ich hebe meine Augen auf zu dir, der du im Himmel sitzest. 2 Siehe! wie die Augen der Knechte auf die Hände ihrer Herren sehen, wie die Augen der Magd auf die Hände ihrer Frau, also sehen unsre Augen auf den HERRN, unsern Gott, bis er uns gnädig werde. / Psalm 141,8 -- Denn auf dich, Herr, HERR, sehen meine Augen; ich traue auf dich, verstoße meine Seele nicht. / Johannes 11,41-45 --41 Da hoben sie den Stein ab, da der Verstorbene lag. Jesus aber hob seine Augen empor und sprach: Vater, ich danke dir, daß du mich erhört hast. 42 Doch ich weiß, daß du mich allezeit hörst; aber um des Volkes willen, das umhersteht, sage ich's, daß sie glauben, du habest mich gesandt. 43 Da er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus! 44 Und der Verstorbene kam heraus, gebunden mit Grabtüchern an Füßen und Händen und sein Angesicht verhüllt mit dem Schweißtuch. Jesus spricht zu ihnen: Löset ihn auf und lasset ihn gehen! 45 Viele nun der Juden, die zu Maria gekommen waren und sahen, was Jesus tat, glaubten an ihn.

(Donnerstag, 5. Oktober 1950)

www.WoL-BLZ.net

Zuletzt geändert am 20.02.2014 22:09 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)