BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 298 (Lot zieht ins fruchtbare Jordantal und Abram bleibt im kargen Gebirge Kanaans)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
D. ABRAHAM, seine Verwandtschaft und seine acht Söhne (1. Mose 11,10 - 25,18)

9. Lot zieht ins fruchtbare Jordantal und Abram bleibt im kargen Gebirge Kanaans (1. Mose 13,10-13)


1. MOSE 13,11-13

11 Da erwählte sich Lot die ganze Gegend am Jordan und zog gegen Morgen. Also schied sich ein Bruder von dem andern, 12 daß Abram wohnte im Lande Kanaan und Lot in den Städten der Jordangegend und setzte seine Hütte gen Sodom. 13 Aber die Leute zu Sodom waren böse und sündigten sehr wider den HERRN.

RÖMER 8,5-10

5 Denn die da fleischlich sind, die sind fleischlich gesinnt; die aber geistlich sind, die sind geistlich gesinnt. 6 Aber fleischlich gesinnt sein ist der Tod, und geistlich gesinnt sein ist Leben und Friede. 7 Denn fleischlich gesinnt sein ist wie eine Feindschaft wider Gott, sintemal das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermag's auch nicht. 8 Die aber fleischlich sind, können Gott nicht gefallen. 9 Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, so anders Gottes Geist in euch wohnt. Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein. 10 So nun aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen.

Gibt es nicht viele solche Lotchristen? Es mögen wirkliche Gläubige sein – wir wollen es ihnen nicht absprechen; aber was für Christen! Armselige und ungetreue Kinder Gottes sind es, die dem Herrn wenig Ehre machen – solche, welche oft bei der ersten besten Gelegenheit wieder abspringen und dem Zug ihres natürlichen Herzens folgen. Werden sie auf die Probe gestellt, so handeln sie durchaus ungehorsam und selbstsüchtig. Besonders wo es sich um irdische Vorzüge oder irdische Genüsse handelt, nehmen sie ihren Vorteil wahr, wie die Weltleute. Sie heben ihre Augen auf – aber nicht zu Gott, sie sehen auf das, was weltlich angenehm und von Wert erscheint, ohne irgend nach dem heiligen Willen Gottes zu fragen. Ganz wollen sie nicht mit der Welt gehen; aber nach und nach überwinden sie alle bedenken und passen sich Sodoms Grundsätzen und Gewohnheiten immer völliger an. [Lies Jak. 4,4-10.]

Jakobus 4,4-10 -- 4 Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisset ihr nicht, daß der Welt Freundschaft Gottes Feindschaft ist? Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein. 5 Oder lasset ihr euch dünken, die Schrift sage umsonst: Der Geist, der in euch wohnt, begehrt und eifert? 6 Er gibt aber desto reichlicher Gnade. Darum sagt sie: "Gott widersteht den Hoffärtigen, aber den Demütigen gibt er Gnade." 7 So seid nun Gott untertänig. Widerstehet dem Teufel, so flieht er von euch; 8 nahet euch zu Gott, so naht er sich zu euch. Reiniget die Hände, ihr Sünder, und macht eure Herzen keusch, ihr Wankelmütigen. 9 Seid elend und traget Leid und weinet; euer Lachen verkehre sich in Weinen und eure Freude in Traurigkeit. 10 Demütiget euch vor Gott, so wir er euch erhöhen.

Wir werden sehen, welch schlimme Folgen diese Selbstsucht und Weltförmigkeit für Lot hatte. Schon im nächsten Kapitel werden wir von einer ganz schweren Heimsuchung Lots hören, die nur noch durch das selbstlose, tatkräftige Eingreifen Abrahams gnädig beendet wurde. Als jedoch später tatsächlich das göttliche Strafgericht mit Feuer und Schwefel vom Himmel über die gottlose Stadt mit ihren namenlosen Greueln kam, konnte Lot mit seinen zwei Töchtern nur noch das nackte Leben retten. O, daß doch alle irdischgesinnten Menschen und insbesondere alle nach irdischem Gut und Wesen haschenden Gläubigen es sich sagen ließen: Irdischer Glanz und Vorteil enttäuscht allezeit bitter. [Lies Hagg. 1,3-11; Phil. 3,18.19.]

Haggai 1,3-11 -- 3 Und des HERRN Wort geschah durch den Propheten Haggai: 4 Aber eure Zeit ist da, daß ihr in getäfelten Häusern wohnt, und dies Haus muß wüst stehen? 5 Nun, so spricht der HERR Zebaoth: Schauet, wie es euch geht! 6 Ihr säet viel, und bringet wenig ein; ihr esset, und werdet doch nicht satt; ihr trinket, und werdet doch nicht trunken; ihr kleidet euch, und könnt euch doch nicht erwärmen; und wer Geld verdient, der legt's in einen löchrigen Beutel. 7 So spricht der HERR Zebaoth: Schauet, wie es euch geht! 8 Gehet hin auf das Gebirge und holet Holz und bauet das Haus; das soll mir angenehm sein, und ich will meine Ehre erzeigen, spricht der HERR. 9 Denn ihr wartet wohl auf viel, und siehe, es wird wenig; und ob ihr's schon heimbringt, so zerstäube ich's doch. Warum das? spricht der HERR Zebaoth. Darum daß mein Haus so wüst steht und ein jeglicher eilt auf sein Haus. 10 Darum hat der Himmel über euch den Tau verhalten und das Erdreich sein Gewächs. 11 Und ich habe die Dürre gerufen über Land und Berge, über Korn, Most, Öl und über alles, was aus der Erde kommt, auch über Leute und Vieh und über alle Arbeit der Hände. / Philipper 3,18.19 --18 Denn viele wandeln, von welchen ich euch oft gesagt habe, nun aber sage ich auch mit Weinen, daß sie sind die Feinde des Kreuzes Christi, 19 welcher Ende ist die Verdammnis, welchen der Bauch ihr Gott ist, und deren Ehre zu Schanden wird, die irdisch gesinnt sind.
Christus kann mich nicht enttäuschen, Er ist mehr für mich, weit mehr
Als ich, ehe ich Ihn kannte, je gedacht hab, daß Er wär!
Und je besser ich Ihn kenne, desto treuer find ich Ihn –
Desto mehr brennt meine Seele, andre auch zu Ihm zu ziehn!

(Lies Ps. 63,1-8)

Psalm 63,1-8 (Lu 2-9) -- 2 Gott, du bist mein Gott; frühe wache ich zu dir. Es dürstet meine Seele nach dir; mein Fleisch verlangt nach dir in einem trockenen und dürren Land, wo kein Wasser ist. 3 Daselbst sehe ich nach dir in deinem Heiligtum, wollte gerne schauen deine Macht und Ehre. 4 Denn deine Güte ist besser denn Leben; meine Lippen preisen dich. 5 Daselbst wollte ich dich gerne loben mein Leben lang und meine Hände in deinem Namen aufheben. 6 Das wäre meines Herzens Freude und Wonne, wenn ich dich mit fröhlichem Munde loben sollte. 7 Wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich; wenn ich erwache, so rede ich von dir. 8 Denn du bist mein Helfer, und unter dem Schatten deiner Flügel frohlocke ich. 9 Meine Seele hanget dir an; deine rechte Hand erhält mich.

(Dienstag, 18. Juli 1950)

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Zuletzt geändert am 31.01.2014 17:07 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)